Reisetipps Elsass - Geschichte

Die Geschichte des Elsass ist geprägt von französischem und deutschem Einfluss. Nachgewiesen ist, dass das Elsass schon in keltischer Zeit (600 v. Chr.) bewohnt war. Für die Kelten war das Elsass eine Kernregion.
Im Jahr 58 v. Chr. eroberte es Cäsar durch den Sieg über Ariovist und seine germanischen Sueben. Unter römischer Herrschaft erblühte das Elsass, der Handel begann zu florieren und die römische Armee errichtete strategisch wichtige Sammelplätze zur Vorbereitung der Angriffe auf germanisches Gebiet. Ab 406 beherrschten es die Alamannen, die aber schon 496 von Chlodwig, König der salischen Franken, unterworfen wurden.
Im 7. Jahrhundert avancierte das Elsass unter dem Merowinger Eticho I. zum Herzogtum des Frankenreichs, das unter Karl dem Großen zur Hochblüte kam. Mit dem Vertrag von Verdun wurde 843 das große Frankenreich auf die Söhne Ludwigs des Frommen aufgeteilt. Das Westfrankenreich (heutiges Frankreich) erhielt Karl der Kahle, Ludwig der Deutsche bekam das Ostfrankenreich (heutiges Deutschland), und Lothar durfte über die Provinz Elsass beherrschen. Mit dem Tode Lothars II. (870) fiel die Provinz an Deutschland. Im Jahre 1002 errichtete ein gewisser Werner die Habichtsburg. Danach benannte sich das Geschlecht der Habsburger, das später in der elsässischen Geschichte eine so bedeutende Rolle spielte.
Vom 11. bis zum 13. Jahrhundert war durch die Herrschaft der Staufer die Zugehörigkeit des Elsass zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation unbestritten. Mit dem Untergang der Staufer zerfiel es 1268 in viele kleine Herrschaftsbereiche. 1324 wird die Landgrafschaft Oberelsass (Sundgau) das Kernstück der Habsburgerischen Herrschaft, die sich 1359 auch auf das Oberelsass ausdehnte.

Maginot Linie Elsass

Maginot Linie Elsass

Foto: K. Brandt

1354 wurde der Zehnstädtebund elsässischer Reichsstädte (Dekapolis) gegründet. In der Folgezeit versuchten französische Herrscher, wie König Karl III. (1439) oder Karl der Kühne von Burgund (1467-1477), immer wieder vergeblich, das Elsass zu erobern. Aber erst nach Beendigung des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) bekam Frankreich im Westfälischen Frieden die Vogtei über die Städte der Dekapolis und die habsburgerischen Gebiete zugesprochen.
Strasbourg wurde erst 1681 von den Franzosen annektiert, und die damals noch schweizerische Stadt Mühlhausen schloss sich 1798 dem Elsass an. Bis zum Deutsch-Französischen Krieg gehörte das Elsass dann zu Frankreich, aber mit dem Friedenspakt von Frankreich musste es Frankreich 1871 wieder an Deutschland abtreten.
Nun blieb es deutsch bis zum Ende des Ersten Weltkrieges (1914-1918). Gemäß dem Versailler Vertrag (1919) kam das Elsass an Frankreich zurück, wozu es bis 1939 gehörte. Im Zweiten Weltkrieg eroberten es die deutschen Truppen erneut; seit 1945 es ist wieder französisch.
Heute sieht sich Frankreich und damit das Elsass als eines der Kernländer Europas, was sich nicht zuletzt durch den Sitz des Europäischen Parlaments und des Europarats in Strasbourg ausdrückt.

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Die Maginot-Linie

Ihr zärtlich klingender Kosename „La Belle inutile“ – die nutzlose Schöne, täuscht über den blutigen Ernst der Angelegenheit hinweg. Im Nordelsass wurde 1930 mit dem Bau einer Verteidigungslinie begonnen, deren Dimensionen es mit denen von römischen Limes und chinesischer Mauer aufnehmen können – dabei bildete der Abschnitt im Elsass nur einen Teil des Gesamtwerks.

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