Reisetipps Elsass - Burg Lichtenberg

Burg Lichtenberg

Burg Lichtenberg

Foto: wikimedia / Kurpfalzbilder.de

Burg Lichtenberg ist eine gewaltige Burg in den Nordvogesen. Das denkmalgeschützte Bauwerk gehört der Kommune, die sich um die Instandsetzung bemüht und ein reges Kulturprogramm im Innenhof organisiert.
Über die Rue du Château in Reipertswiller gelangt man zum Burgberg, einem ovalen Buntsteinsockel, mit dem die Anlage fest verwachsen scheint. Der zur Zugbrücke ansteigende Pfad umrundet die Burg. Oben angekommen erlaubt das rasen begrünte Glacis einen wunderbaren Blick über den undurchdringlichen Vogesenwald. Wie ein dichter Hochflor bedecken die Wipfel alle Hügel. Bereits vor dem Passieren von Zugbrücke, Vorburg und Gewölbegang kann man die Tour carrée ausmachen. Der schmucklose, viereckige Turm zählt zu den ältesten Teilen der Burg.
Baubeginn war im 13. Jahrhundert. Bald aber lagen die mächtigen Herren von Lichtenberg mit dem noch mächtigeren Bischof von Metz in blutiger Fehde. Dem Bischof gelang es 1261, die Burg zu zerstören, doch die Herren von Lichtenberg waren noch lange nicht am Ende. Als Konrad von Lichtenberg 1273 Bischof von Strasbourg wurde, half er seiner wenig zimperlichen Sippe beim Wiederaufbau. Vermutlich arbeiteten an der Burg derselben Steinmetze, die die Westfassade des Strasbourger Münsters schufen.
Als Jakob von Lichtenberg 1480 ohne direkten Nachfolger starb, gingen Burg und Besitz an die Grafen von Hanau und Deux-Ponts-Bitche. Um 1575 erfolgte eine erste Renovierung der Burg, die im Laufe der Jahrhunderte um eine Kapelle und prachtvolle Renaissance-Bauten gewachsen war. Weitere Bauten kamen hinzu, so etwa der dreistöckige Bau der Salle des chevaliers und Befestigungsanlagen wie Gräben und Glacis, für die der berühmte Festungsexperte Daniel Specklin verantwortlich zeichnet. Vauban baute die Burg 1680 noch einmal festungsartig aus.
Das meiste der Burg Lichtenberg blieb erhalten, trotz der Eroberung durch französische Truppen 1678 und des Beschusses durch württembergische Artillerie 1870.
Lange galt Lichtenberg als uneinnehmbar, und obwohl die Geschichte das Gegenteil beweist, kann man es sich beim Besuch der weitläufigen Anlage kaum anders vorstellen.
Besondere Aufmerksamkeit verdient das marmorne Grabmal Graf Philipps V. in der Kapelle: Während der Revolution diente es als Altar für den der damals unumgänglichen "Tempel der Vernunft".
Die Schritte beim Besuch der Burg Lichtenberg sollte auch auf den Donjon führen. Von hier oben schaut man mit etwas Glück weit bis in die Rheinebene.

Praktische Informationen

Château de Lichtenberg - 67340 LICHTENBERG
Tel. : +33 (0)3 88 89 98 72
Fax : +33(0)3 88 89 99 00
E-Mail: infos@chateaudelichtenberg.com
Web: www.chateaudelichtenberg.com

März und Oktober (und 1. November):
an allen Wochenenden von 10 Uhr bis 17 Uhr
Von April bis September: jeden Tag von 10 Uhr bis 18 Uhr
außer montags von 14 Uhr bis 18 Uhr

>Fällt der Montag auf einen Feiertag, ist Dienstag geschlossen
>Kassenschluss 30 Min. vor der Schließung

Erwachsene: 4 Euro
Ermäßigt: 3 Euro
Kinder (6-16 Jahre), Studenten, Behinderte
Familienpreise
2 Erwachsene + 2 Kinder: 12 Euro
Zusätzliche Kinder: 2 Euro
Gruppen:
ohne Führung, mind. 15 Teilnehmer: 3 Euro
mit Führung, mind. 15 Teilnehmer: 4,50 Euro

Wichtiger Hinweis

Für Gehbehinderte Menschen ist die Burg schwer erreichbar (schmale Sandwege, zahlreiche Treppen, teilweise unebener Boden), einige Hindernisse können für Sehbehinderte störend sein.

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