Reisetipps Elsass - Stadtrundgang Riquewihr

Beginnen wir den Rundgang durch Riquewihr oder auch Reichenweiher genannten Ort gleich nach dem unteren Stadttor beim klassizistischen Rathaus von 1801, dann haben wir linker Hand das Schloss der Württemberger, einen einfachen Renaissancebau mit Treppenturm, vor uns. Es beherbergt heute das elsässische Postmuseum.
Der emsigen Bautätigkeit des 16. und 17. Jahrhunderts ist es zu verdanken, dass in Riquewihr heute ein so schönes geschlossenes Ortsbild der Renaissance-Architektur erhalten ist. Besonders sehenswert sind in der Hauptstraße das Haus Irion von 1606 mit doppelstöckigem Erker, das Doppelhaus Jung-Selig von 1561 und der Storchenhof von 1535 mit besonders malerischem Innenhof, Ziehbrunnen und gedrechselter Holzgalerie, das auch Haus Liebrich genannt wird. Am oberen Ende der Hauptstraße steht der Dolder aus dem 13. Jahrhundert; er gilt als interessantester Torturm des ganzen Landes.

Direkt darunter liegt der sogenannte Sinnbrunnen mit wappentragenden Löwen.
Rechts und links der Hauptstraße zweigen viele kurze Seitenstraßen ab, von denen einige auch sehenswert sind. Gleich rechts vom Dolderturm gelangt man in die schmale Judengasse, die in einem engen Hof, dem sogenannten Judenhof, endet. In unmittelbarer Nähe steht ein Turm der alten Stadtmauer mit fünfeckigem Grundriss, der Diebesturm, in dem eine original erhaltene Folterkammer mit Verlies zu besichtigen ist.
Nicht zuletzt war es wohl der höchst qualitätvolle Wein, wie der Schoenenberg oder Sporen, der der Stadt zwischen 1500 und 1620 zur größten Blüte verhalf. Damals schon durften per Gesetzerlass nur edle Rebsorten gepflanzt werden.

Winstub in Riquewihr

Winstub in Riquewihr

Foto: K. Brandt

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