Reisetipps Elsass - Stadtrundgang Saverne

Hauptattraktion des malerischen Städtchens Saverne ist das Château Rohan/ Rohanschloss, die ehemalige Residenz der Straßburger Fürstbischöfe. Seine klassizistische Form hat dem feudalen Bauwerk den Beinamen "elsässisches Versaille" eingebracht.

Maison Katz

Maison Katz

Foto: FloSch - wikimedia

Die 140 Meter lange korinthische Säulenfront der Parkseite läßt den verschwenderischen Lebensstil des Bischofs Louis-René-Edouard Rohan erkennen, der durch die Halsbandaffäre in die Geschichte einging. Er baute 1779 das Schloss neu auf, nachdem die alte Bischofsresidenz in Flammen aufgegangen war.
Beim Bummel durch die Altstadt fällt inmitten der Grand Rue (Nr. 80) vor allem das Haus Katz auf, das fast noch berühmter als der Rohanpalast ist. Der bischöfliche Steuereinnehmer Henri Katz hat sich 1605 hier im Stil der Renaissance ein Fachwerkhaus mit zweistöckigem Erker erbauen lassen, an dem besonders die geschnitzten Fensterumrahmungen auffallen.
Eine ganze Heerschar von Ungeheuern, Fratzen und spärlich Bekleideten bevölkert den Erker. Innen bewirtet Savernes populärste Winstub ihre Gäste in einem wilden Sammelsurium von Nippes.
Ebenfalls sehenswert ist die katholische Pfarrkirche Notre-Dame de la Nativité in der Rue du Tribunal. Sie wurde im 12. Jahrhundert begonnen. Von besonderem Interesse sind die Innenfresken.

Foto: K. Brandt

Vorbei an der Place des Dragons gelangt man über die Route de Paris zum Rosengarten. Über 7500 Rosenstöcke blühen in allen Farben und Variante. Saverne besitzt damit den viertgrößten Rosen-garten Frankreichs.
Dem um 1900 angelegten verdankt Saverne auch den Beinamen "Rosenstadt"; jedes Jahr im Juni wird hier ein großes Rosenfest veranstaltet.
Eine weitere Attraktion für Freunde botanischer Raritäten lockt zum Col de Saverne an der N4. Die Straße windet sich durch den kraftvollen Mischwald zum Vogesenkamm hoch. "Zaberner Steige" hieß der steile Anstieg noch, als Goethe hier herauf eilte und den Ort in seinen elsässischen Reisenotizen beschrieb.
Kurz vor dem Kamm verblüfft der Botanische Garten mit Arboretum, Alpengarten und Hochmoor auf einer 2 ha großen Lichtung: Die einzigartige Pflanzenvielfalt umfasst einheimische Orchideen, Fleisch fressende Pflanzen sowie heute nahezu vergessene Getreidesorten.

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