Geschichte und Architektur
Die Ursprünge der Felsenwohnungen reichen bis ins Mittelalter zurück, als die Höhlen zunächst als Lagerstätten dienten. Ab dem 18. Jahrhundert wurden sie zu Wohnhäusern ausgebaut – der Fels selbst bildete Rückwand, Decke und Boden, nur die hellblauen Vorderfassaden wurden von Menschenhand errichtet.
Über Jahrhunderte waren die Häuser bewohnt. Die letzte Bewohnerin, Catherine Ottermann – bekannt als „Felsekaeth“ –, lebte hier bis 1958 in ihrem kleinen Felsenhaus, ganz ohne Strom und fließendes Wasser.
Seit 1988 stehen die Felsenwohnungen unter Denkmalschutz und sind heute als Museum zugänglich. Die Räume sind originalgetreu eingerichtet und geben einen eindrucksvollen Einblick in das einfache Leben direkt im Sandstein.
Praktische Tipps
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Anschrift
22 Rue Principale
F - 67320 Graufthal
Anfahrt mit dem Auto:
Über die Autobahn A4, Ausfahrt „Phalsbourg“ oder „Saverne“.
Anschließend der Nationalstraße N4 in Richtung „La Petite-Pierre“ zwischen dem Col de Saverne und Dabo–Danne-et-Quatre-Vents folgen.Parkmöglichkeiten befinden sich im Ort Graufthal in der Nähe der Felsenwohnungen.
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Öffnungszeiten 2026
Die Felsenwohnungen sind vom 14. März bis 11. November täglich geöffnet:
Montag bis Samstag: 10:00–18:00 Uhr
Sonn- und Feiertage: 10:00–18:30 Uhr -
Eintrittspreise
Erwachsene: 4 €
Jugendliche (12–18 Jahre): 2,50 € Kinder unter 12 Jahren: kostenlos
Geführte Touren: 2,50 € pro Person
freier Eintritt mit dem Pass'Alsace
Ausflugstipps im Unterelsass
Ein Besuch der Felsenwohnungen in Graufthal lässt sich ideal mit weiteren Highlights im Nordelsass verbinden – etwa mit dem Musée Lalique in Wingen-sur-Moder, einem Abstecher nach La Petite-Pierre oder einer Wanderung durch den Naturpark Nordvogesen. So wird aus dem Museumsbesuch ein abwechslungsreicher Tagesausflug im Unterelsass, der Kultur, Natur und Geschichte miteinander verbindet.