Geschichte der Feste im Überblick
Die Feste Kaiser Wilhelm II. entstand zwischen 1893 und 1916 als Teil der deutschen Verteidigungsstrategie im Elsass. Als größte Befestigungsanlage ihrer Zeit war sie technisch auf dem neuesten Stand und spielte sowohl im Ersten als auch im Zweiten Weltkrieg eine militärische Rolle.
Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Stationen der Anlage – von der Bauphase über die Nutzung durch deutsche und französische Truppen bis hin zur Restaurierung und Öffnung für Besucher.
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1893 - 1916
Bau der Festung
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August 1914
Die Festung verteidigt sich gegen französische Truppen, die aus Richtung der Vogesen einmarschieren. Während des ganzen Kriegs behält die Feste eine abschreckende Wirkung.
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Zwischen den Kriegen
Die französische Armee besetzt die Feste.
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1939 - 1945
Im Zweiten Weltkrieg, zwischen 1940 und 1944, kommt es auf der Feste zu mehreren kleinen Kämpfen.
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1947
Die laufenden Instandhaltungen werden aufgegeben. Nach der Schließung des Camp de Lattre de Tassigny (1946-1948) wird das Gelände als Truppenübungsplatz umgestaltet.
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1984
Beginn der Restaurierungsarbeiten auf der Feste
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1995
Erste Öffnung der Anlage für Besucher
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2014
Mit rund 21.000 Besuchern jährlich, stellt die Feste Kaiser Wilhelm II. einen wichtigen Teil des Tourismus im Elsass dar.
Der Verein zählt 76 Mitglieder und beschäftigt vier Festangestellte. Die Feste ist ganzjährig geöffnet.
Praktische Tipps
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Anschrift
Fort de Mutzig
Rue du Camp
67190 Dinsheim-sur-BrucheAnfahrt:
A 352: In beiden Richtungen, Ausfahrt Mutzig, dann den Schildern „Fort de Mutzig“ folgen
D 422: Aus der Richtung RN4, die D422 in Molsheim verlassen Richtung Mutzig und dann den Schildern „Fort de Mutzig“ folgen
Aus Richtung Séléstat: die A352 in Richtung Schirmeck nehmen, Ausfahrt Mutzig, dann den Schildern „Fort de Mutzig“ folgen -
Öffnungszeiten/Eintritt
Die aktuellen Öffnungszeiten, Führungszeiten sowie Eintrittspreise findest du auf der offiziellen Website von Fort Mutzig. Dort sind auch saisonale Besonderheiten und Hinweise zu Reservierungen aufgeführt.
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Führung
Die Führung dauert 2,5 Stunden und geht über eine Strecke von 2 km, von denen sich die Hälfte im Untergrund befindet und etwa 200 Stufen beinhaltet.
Die Innentemperatur liegt zu jeder Jahreszeit zwischen 12 und 14°C. Bei Regenwetter sollten geeignete Schuhe, ein Regenschirm oder ein Regenmantel getragen werden.
Die Führung ist leider für Personen mit eingeschränkter Mobilität nicht zugänglich.
Weitere Ausflugsziele im Unterelsass
Das Fort Mutzig lässt sich gut mit einem Besuch in Molsheim oder den historischen Gassen von Rosheim verbinden. Auch die Weinorte entlang der nördlichen Elsässischen Weinstraße sowie Wanderungen in den Nordvogesen bieten sich als Ergänzung an.
Weitere Inspirationen für deinen Aufenthalt findest du auf meiner Übersichtsseite zum Unterelsass.