Spuren der Vergangenheit
Wegen seiner zahlreichen ehemaligen Klöster wird der Forêt de Haguenau auch „Heiliger Wald“ genannt. Besonders sehenswert ist die Kapelle „Gros Chêne“ (Dicke Eiche), die zu Ehren des Einsiedlers Arbogast – später Bischof von Straßburg – errichtet wurde.
Über Jahrhunderte prägte auch das Köhlerhandwerk den Forêt de Haguenau. In den abgelegenen Waldgebieten stellten Köhler aus Holz Holzkohle her – ein wichtiger Rohstoff für Handwerk, Schmieden und frühe Industrie. Noch heute lassen sich im Wald vereinzelt Spuren dieser Tätigkeit erkennen, etwa ehemalige Kohlenmeilerplätze, die von der intensiven Nutzung des Waldes in früheren Zeiten zeugen.
Praktischer Tipp:
Da nicht alle Wege markiert sind, empfiehlt sich eine topografische Karte im Maßstab 1:25.000 (IGN, Blatt 3814 ET, Haguenau, Wissembourg), um die Orientierung zu behalten.
Natur erleben und verstehen
Ein botanischer Lehrpfad vermittelt Wissenswertes über Flora und Fauna. An der „Dicken Eiche“ gibt es außerdem einen großen Spielplatz und Picknickplätze – perfekt für eine Pause im Grünen.
Gut zu wissen: 1999 richtete ein Orkan schwere Schäden im Forêt de Haguenau an. Heute ist der Wald wieder erholt und bezaubert mit seiner einzigartigen Atmosphäre.
Ausgangspunkt & Umgebung
Der Forêt de Haguenau lässt sich von verschiedenen Seiten gut erschließen. Besonders beliebt ist die Nähe zur Stadt Haguenau, die sich als praktischer Ausgangspunkt für Ausflüge in den Wald anbietet. Von hier aus führen mehrere Wege direkt in das weitläufige Waldgebiet – ideal für Spaziergänge, Radtouren oder längere Erkundungen.
Auch kleinere Orte rund um den Forêt de Haguenau bieten ruhige Zugänge zur Natur und laden dazu ein, den Waldbesuch mit regionaler Gastronomie oder einem Abstecher in die umliegende Landschaft zu verbinden. Die Kombination aus Naturerlebnis und städtischer Infrastruktur macht den Forêt de Haguenau zu einem unkomplizierten Ziel für Tagesausflüge ebenso wie für längere Aufenthalte im nördlichen Elsass.