Die Route des Crêtes im Überblick
Strecke: Cernay – Col des Bagenelles oberhalb von Sainte-Marie-aux-Mines
Länge: rund 75 km
Reine Fahrzeit: etwa 2 Stunden – ohne längere Stopps
Unsere Empfehlung: mindestens einen halben, besser einen ganzen Tag einplanen
Beste Reisezeit: Frühjahr bis Herbst, abhängig von Wetter und Straßenöffnung
Besonders sehenswert: Grand Ballon, Markstein, Hohneck, Col de la Schlucht, Gazon du Faing und Lac Blanc
Die schönsten Stopps entlang der Route des Crêtes
Wer von Süden nach Norden fährt, erlebt die Landschaft der Vogesen fast wie eine kleine Reise durch verschiedene Höhenstufen. Dabei lohnt es sich, die Route nicht einfach durchzufahren. Gerade die Stopps unterwegs machen ihren besonderen Reiz aus.
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Hartmannswillerkopf – Geschichte am Beginn der Route
Noch bevor es hinauf zu den höchsten Gipfeln geht, lohnt sich ein Abstecher zum Hartmannswillerkopf, auch Vieil Armand genannt. Der Berg war während des Ersten Weltkriegs heftig umkämpft. Heute erinnern Gedenkstätte, Nationalfriedhof und die Spuren des ehemaligen Schlachtfeldes an diese Zeit.
Der Ort schafft gleichzeitig eine Verbindung zur Geschichte der Route des Crêtes selbst: Die Kammstraße entstand während des Ersten Weltkriegs aus strategischen Gründen und diente unter anderem der Versorgung und Verbindung entlang der Vogesenfront.
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Grand Ballon – auf dem höchsten Gipfel der Vogesen
Mit 1.424 Metern ist der Grand Ballon der höchste Berg der Vogesen und einer der Höhepunkte der Strecke. Schon von der Straße öffnen sich weite Ausblicke über die Rheinebene und zum Schwarzwald. Noch eindrucksvoller wird das Panorama bei einem Spaziergang zum Gipfel. Bei sehr klarer Fernsicht können am Horizont sogar die Alpen erscheinen.
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Le Markstein – Hochweiden und weite Aussichten
Weiter nördlich erreicht die Route den Markstein. Das Hochplateau ist Ausgangspunkt verschiedener Wanderungen und bietet immer wieder weite Blicke über die Vogesen.
Unser persönlicher Moment: Bei einem unserer Besuche am Markstein war die Fernsicht außergewöhnlich klar. Am Horizont zeichneten sich die Alpen ab – einer dieser Augenblicke, bei denen man automatisch etwas länger stehen bleibt. Der Markstein ist außerdem ein guter Platz für eine Pause, bevor die Fahrt über die Höhen der Vogesen weitergeht.
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Hohneck – eine der eindrucksvollsten Landschaften der Route
Mit 1.363 Metern gehört der Hohneck zu den höchsten Gipfeln der Vogesen. Rund um den Berg zeigt sich die Landschaft deutlich alpiner: steile Hänge, Hochweiden und weite Ausblicke prägen diesen Abschnitt.
Vom Gipfel und von den Wanderwegen rund um den Hohneck reicht der Blick tief in die umliegenden Täler. Mit etwas Glück lassen sich an den felsigen Hängen auch Gämsen beobachten.
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Col de la Schlucht – Pass zwischen Elsass und Lothringen
Der Col de la Schlucht liegt auf 1.139 Metern Höhe und gehört zu den bekanntesten Vogesenpässen. Hier treffen verschiedene Straßen und Wanderwege aufeinander.
Wer mehr Zeit mitbringt, kann den Pass als Ausgangspunkt für eine Wanderung nutzen. Gleichzeitig markiert er einen landschaftlich besonders reizvollen Abschnitt der Route des Crêtes.
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Gazon du Faing – Hochweiden, Moore und stille Berglandschaft
Nördlich des Col de la Schlucht wird die Landschaft wieder ruhiger. Rund um den Gazon du Faing wechseln sich Hochweiden, Wälder und Moorflächen ab.
Von den Höhenwegen öffnen sich immer wieder Blicke auf die eiszeitlich geprägten Täler und Bergseen. Für uns gehört dieser Abschnitt zu den schönsten Gegenden für einen kurzen Spaziergang abseits des Autos.
Gut zu wissen: Das Gebiet gehört zum Naturschutzgebiet Tanet–Gazon du Faing. Beachte die Schutzregeln vor Ort – Hunde sind im Naturschutzgebiet nicht erlaubt.
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Lac Blanc – Bergsee unterhalb der Kammstraße
Der Lac Blanc liegt etwas unterhalb der Route des Crêtes und ist einer der bekanntesten Bergseen der Vogesen. Steile Felsen, Wald und das dunkle Wasser geben ihm einen ganz eigenen Charakter.
Wer einen ganzen Tag für die Route eingeplant hat, kann hier einen längeren Stopp oder eine Wanderung einbauen.
Am Col des Bagenelles endet die eigentliche Route des Crêtes. Von hier kannst du weiter hinunter nach Sainte-Marie-aux-Mines fahren.
Wie viel Zeit solltest du für die Route des Crêtes einplanen?
Die Route des Crêtes lässt sich theoretisch in wenigen Stunden fahren. Empfehlenswert ist das allerdings nicht – dafür gibt es unterwegs zu viel zu sehen.
Für einen ersten Eindruck:
Plane etwa einen halben Tag ein. So bleibt Zeit für mehrere Aussichtspunkte und kurze Spaziergänge.
Für einen entspannten Tagesausflug:
Ein ganzer Tag ist ideal. Dann kannst du Grand Ballon oder Hohneck näher erkunden, am Lac Blanc anhalten und unterwegs in einer Ferme-Auberge einkehren.
Für Wanderer und Genießer:
Auch zwei Tage sind keineswegs zu viel. Übernachtest du in den Vogesen, kannst du einzelne Abschnitte mit Wanderungen verbinden und die Route wesentlich entspannter erleben.
Übernachten in den Vogesen – mehr Zeit für die Route des Crêtes
Wer die Vogesenkammstraße mit Wanderungen, Bergseen und einer Einkehr in einer Ferme-Auberge verbinden möchte, kann den Ausflug auf zwei Tage verteilen. Rund um die Route und in den angrenzenden Tälern findest du Hotels, Ferienwohnungen und Gästezimmer – ideal, wenn du die Hochvogesen ohne Zeitdruck entdecken möchtest.
Einkehren entlang der Route – die Fermes-Auberges
Zu einer Fahrt über die Vogesenkammstraße gehört für uns auch eine Einkehr in einer der traditionellen Fermes-Auberges. Die Berggasthöfe verbinden Landwirtschaft und Gastronomie und sind typisch für die Hochlagen der Vogesen.
Auf den Speisekarten findest du häufig das traditionelle Repas Marcaire mit deftigen regionalen Gerichten. Dazu gehören beispielsweise Tourte, Roïgabrageldi – die typischen geschmorten Kartoffeln der Vogesen –, Munsterkäse und zum Abschluss gerne eine Heidelbeertarte.
Gerade an Wochenenden und in der Hauptsaison kann es in beliebten Fermes-Auberges voll werden. Wenn du eine bestimmte Adresse besuchen möchtest, solltest du vorher Öffnungszeiten prüfen und gegebenenfalls reservieren.
Saison & Straßenöffnung
Die Route des Crêtes ist keine ganzjährig befahrbare Panoramastraße. Im Winter werden Teile der Vogesenkammstraße wegen Schnee und winterlicher Bedingungen für den Verkehr gesperrt. Wann die Strecke im Frühjahr wieder vollständig geöffnet wird, hängt von Wetter und Schneelage ab und kann von Jahr zu Jahr unterschiedlich sein.
Auch während der Saison können Unwetter, Bauarbeiten oder andere Ereignisse kurzfristig zu Einschränkungen führen.
Unser Tipp: Prüfe vor deiner Fahrt immer die aktuelle Straßenlage bei → Inforoute Alsace. Dort findest du die aktuellen Hinweise zu Sperrungen und Verkehrsbehinderungen auf der Route des Crêtes.
Tipps für deine Fahrt
Nicht zu viel vornehmen: Die Route lebt von ihren Stopps. Lieber weniger Ziele auswählen und dafür Zeit zum Schauen und Genießen lassen.
Wetter prüfen: Nebel, Wind und Temperatur können sich auf den Höhen schnell ändern. Eine zusätzliche Jacke gehört auch im Sommer ins Auto.
Früh starten: An sonnigen Wochenenden sind Aussichtspunkte und Parkmöglichkeiten schnell gut besucht.
Mit Radfahrern rechnen: Die Route des Crêtes ist auch eine beliebte Strecke für Rennradfahrer. Fahre besonders in Kurven aufmerksam.
Feste Schuhe mitnehmen: Viele der schönsten Aussichtspunkte liegen nur einen kurzen Spaziergang von der Straße entfernt.
Auch ohne Auto möglich: In der Sommersaison fährt die Navette des Crêtes zwischen Grand Ballon und Lac Blanc. Über weitere Fluo-Linien bestehen Anschlüsse aus verschiedenen Orten der Region. Da Fahrzeiten und Betriebstage saisonal wechseln, solltest du die aktuellen Verbindungen direkt bei → Fluo Grand Est prüfen.
Umweltbewusst unterwegs auf der Route des Crêtes
Die Route des Crêtes führt durch ein empfindliches Naturgebiet. Damit diese einzigartige Landschaft auch in Zukunft erhalten bleibt, gilt: Rücksicht nehmen und bewusst genießen.
• Geschwindigkeit anpassen und unnötigen Lärm vermeiden
• Müll mitnehmen und Einwegverpackungen vermeiden
• Wanderer und Radfahrer respektieren
• Tiere nicht füttern; Hunde anleinen und örtliche Schutzregeln beachten – in einigen Naturschutzgebieten sind Hunde nicht erlaubt
• Nur auf ausgewiesenen Parkplätzen halten
Wenn wir alle verantwortungsvoll handeln, bleibt diese besondere Panoramastraße auch für kommende Generationen ein Naturerlebnis.