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Bekannte Highlights, stille Weindörfer und Tipps für 2 bis 3 Tage im Elsass

Die Elsässische Weinstraße gehört zu den schönsten Reiserouten im Elsass. Zwischen Marlenheim im Norden und Thann im Süden führt sie durch Weinberge, Fachwerkorte, historische Städte und kleine Dörfer, in denen der Weinbau bis heute den Alltag prägt.

Mit Blumen geschmückter mittelalterlicher Quellbrunnen in Hunawihr

Viele Reisende denken bei der Weinstraße zuerst an Colmar, Riquewihr, Kaysersberg oder Eguisheim. Diese Orte sind zu Recht bekannt – sie zeigen das Elsass von seiner besonders malerischen Seite. Doch die Route hat noch viel mehr zu bieten. Wer etwas langsamer unterwegs ist, entdeckt unterwegs auch ruhigere Orte, stille Gassen, Weinlagen, kleine Kirchen, Aussichtspunkte und Dörfer, die nicht ganz so stark im Mittelpunkt stehen.

Für einen Roadtrip entlang der Elsässischen Weinstraße bieten sich deshalb zwei Varianten an: eine klassische Route mit den bekanntesten Orten und eine ruhigere Route für alle, die tiefer eintauchen möchten.

Die klassische Tour konzentriert sich auf die beeindruckend fotogenen Highlights und die touristischen Hotspots. Die ruhigere Alternative hingegen führt abseits der Hauptachsen und lässt Raum für spontane Entdeckungen, lokale Märkte und authentische, gelebte Straßenszenerie.

Die Elsässische Weinstraße als Roadtrip erleben

Blick durch ein Weinblatt auf das malerische Andlau

Ein Roadtrip entlang der Elsässischen Weinstraße muss nicht bedeuten, die komplette Strecke an einem Tag abzufahren. Dafür ist die Region zu abwechslungsreich – und ehrlich gesagt auch zu schön. Viel reizvoller ist es, sich Zeit zu nehmen, einzelne Abschnitte bewusst zu erleben und nicht jeden Ort nur kurz abzuhaken.

Für einen ersten Eindruck reichen zwei Tage. Wer etwas entspannter reisen möchte, plant besser drei Tage ein. So bleibt genug Zeit für Spaziergänge durch die Orte, kleine Pausen in den Weinbergen, regionale Küche und vielleicht auch den einen oder anderen Abstecher abseits der bekannten Postkartenmotive.

Besonders praktisch ist die Weinstraße, weil viele Orte relativ nah beieinander liegen. Dadurch lässt sich die Route gut anpassen: Wer zum ersten Mal im Elsass ist, konzentriert sich eher auf die bekannten Klassiker. Wer die Region schon kennt oder bewusst ruhiger reisen möchte, kann kleinere Orte und weniger überlaufene Abschnitte einplanen.

Route 1 Die klassische Weinstraße für den ersten Besuch

Diese Route eignet sich besonders, wenn du zum ersten Mal entlang der Elsässischen Weinstraße unterwegs bist und die bekannten Orte erleben möchtest. Sie führt zu den Motiven, die viele mit dem Elsass verbinden: Fachwerkhäuser, Kopfsteinpflaster, Weinstuben, Blumenschmuck, Weinberge und historische Ortskerne.

Mögliche Stationen

  • Obernai

    Obernai ist ein guter Einstieg in die nördliche Weinstraße. Die Stadt verbindet Fachwerk, Stadtmauer, Marktplatz und elsässische Atmosphäre auf angenehm kompakte Weise.

  • Ribeauvillé

    Ribeauvillé liegt mitten im Weinland und ist ein lebendiger Ort mit langer Geschichte. Oberhalb der Stadt erinnern Burgruinen an die Bedeutung der Region im Mittelalter.

  • Riquewihr

    Riquewihr zählt zu den bekanntesten Orten an der Elsässischen Weinstraße. Der historische Ortskern ist sehr geschlossen erhalten und wirkt fast wie ein Bilderbuchdorf – entsprechend voll kann es hier allerdings auch werden.

  • Kaysersberg

    Kaysersberg gehört ebenfalls zu den großen Klassikern. Fachwerk, Flusslauf, Brücke, Altstadt und die Burgruine oberhalb des Ortes machen Kaysersberg zu einem der beliebtesten Ziele im Elsass.

  • Colmar

    Colmar ist größer als die Weindörfer, aber für viele ein fester Bestandteil einer Reise ins Elsass. Die Altstadt, Klein-Venedig, Museen, Restaurants und die Nähe zur Weinstraße machen die Stadt zu einem guten Standort für mehrere Tage.

  • Eguisheim

    Eguisheim liegt südlich von Colmar und ist bekannt für seine ringförmig angelegte Altstadt. Der Ort ist sehr fotogen, aber ebenfalls kein Geheimtipp mehr.

Diese Route ist ideal, wenn du die berühmten Orte der Elsässischen Weinstraße kennenlernen möchtest. Sie eignet sich besonders für ein verlängertes Wochenende oder als Einstieg in die Region.

Vorschlag für 2 Tage auf der klassischen Route

Tag 1 – Obernai, Ribeauvillé und Riquewihr

Der erste Tag kann im nördlicheren Abschnitt beginnen, zum Beispiel in Obernai. Von dort geht es weiter Richtung Mittelabschnitt der Weinstraße, wo mit Ribeauvillé und Riquewihr zwei der bekanntesten Orte liegen.

Für einen Tag reicht es völlig, sich auf zwei bis drei Stationen zu beschränken. Gerade Riquewihr und Ribeauvillé leben davon, dass man durch die Gassen läuft, stehen bleibt, Details entdeckt und nicht nur schnell ein Foto macht.

Tag 2 - Kaysersberg, Colmar und Eguisheim

Am zweiten Tag bietet sich der Bereich rund um Colmar an. Kaysersberg und Eguisheim gehören zu den bekanntesten Orten der Weinstraße, während Colmar als größere Stadt mehr Möglichkeiten für Museen, Restaurants, Einkaufen und einen längeren Stadtbummel bietet.

Wer wenig Zeit hat, sollte nicht versuchen, alle Orte gleich intensiv zu besuchen. Besser ist es, einen Hauptort für den Tag zu wählen und ein bis zwei kleinere Stationen zu ergänzen.

Route 2 Stille Perlen an der Elsässischen Weinstraße

Die zweite Route richtet sich an alle, die nicht nur den bekanntesten Orten folgen möchten. Sie führt zu kleineren Weindörfern, ruhigeren Abschnitten und Orten, die oft weniger im Mittelpunkt stehen, aber viel vom Charakter der Elsässischen Weinstraße zeigen.

Hier geht es weniger um das perfekte Postkartenmotiv und mehr um Atmosphäre: Weinberge, kleine Gassen, alte Häuser, ruhige Plätze, Ausblicke und das Gefühl, ein Stück tiefer in die Region einzutauchen.

Mögliche Stationen

  • Mittelbergheim

    Mittelbergheim gehört zu den besonders schönen Weindörfern im Elsass. Der Ort ist ruhiger als die großen Klassiker und eignet sich gut für alle, die die Weinstraße abseits des größten Trubels erleben möchten.

  • Andlau

    Andlau liegt am Fuß der Vogesen und verbindet Weinbau, Geschichte und eine schöne Lage. Der Ort eignet sich gut als Station zwischen Weinbergen und Natur.

  • Barr

    Barr ist eine lebendige Weinstadt und ein guter Ausgangspunkt für den mittleren Abschnitt der nördlichen Weinstraße. Der Ort wirkt weniger überlaufen als manche bekannten Klassiker und bietet dennoch viel elsässisches Flair.

  • Bergheim

    Bergheim liegt nahe bei Ribeauvillé, ist aber oft ruhiger als die großen Nachbarorte. Die Stadtmauer und der historische Kern machen den Ort zu einer lohnenden Station.

  • Hunawihr

    Hunawihr ist ein kleines Weindorf zwischen bekannten Nachbarn. Gerade diese Lage macht den Ort interessant: nah an den großen Namen, aber deutlich stiller im Auftreten.

  • Zellenberg

    Zellenberg liegt erhöht zwischen Weinbergen und bietet schöne Blicke in die Umgebung. Der Ort eignet sich gut für eine kurze, ruhige Station unterwegs.

  • Ammerschwihr und Niedermorschwihr

    Ammerschwihr und Niedermorschwihr zeigen eine andere Seite des Weinlands rund um Colmar und Kaysersberg. Beide Orte passen gut, wenn man die Gegend nicht nur über die bekanntesten Ziele erleben möchte.

  • Rouffach

    Rouffach liegt weiter südlich und ist eine gute Station, wenn der Roadtrip nicht bei Colmar enden soll. Die Stadt zeigt, dass die Weinstraße auch im südlicheren Abschnitt viel zu bieten hat.

  • Thann

    Thann markiert den südlichen Endpunkt der Elsässischen Weinstraße. Wer bis hier fährt, erlebt eine andere Stimmung als im stark besuchten Mittelabschnitt rund um Colmar.

Diese Route eignet sich besonders, wenn du das Elsass schon kennst oder bewusst ruhiger reisen möchtest. Sie ist keine „Geheimroute“, aber eine gute Alternative für alle, die nicht nur den üblichen Stationen folgen wollen.

Vorschlag für 3 Tage mit ruhigeren Orten

Tag 1 – Marlenheim, Obernai, Barr und Mittelbergheim

Der nördliche Abschnitt der Weinstraße eignet sich gut für einen ruhigeren Einstieg. Statt direkt in die bekanntesten Orte rund um Colmar zu fahren, lohnt sich ein Blick auf Obernai, Barr und Mittelbergheim. Hier zeigt sich die Weinstraße etwas entspannter, aber dennoch sehr typisch für das Elsass.

Tag 2 – Andlau, Bergheim, Hunawihr und Zellenberg

Am zweiten Tag kannst du kleinere Orte mit schönen Weinlagen verbinden. Bergheim, Hunawihr und Zellenberg liegen nicht weit von den bekannten Orten entfernt, wirken aber deutlich ruhiger. Gerade diese Mischung macht den Reiz aus: Man ist mitten in der bekannten Weinregion, bewegt sich aber nicht nur auf den üblichen Wegen.

Tag 3 – Ammerschwihr, Niedermorschwihr, Rouffach und Thann

Der dritte Tag führt weiter in Richtung Süden. Rund um Colmar und Kaysersberg liegen mit Ammerschwihr und Niedermorschwihr kleinere Orte, die gut in eine ruhigere Route passen. Weiter südlich wird die Weinstraße wieder anders: Rouffach und Thann zeigen, dass die Route nicht bei Colmar endet.

Thann - südliches Ende der Route

Das Schild "La Porte Sud" in Thann zeugt vom südlichen Tor der Weinstraße im Elsass und markiert eindrucksvoll den Übergang zu den malerischen Weinregionen.

Klassiker oder stille Route – welche Variante passt besser?

Für den ersten Besuch im Elsass ist die klassische Route sinnvoll. Sie führt zu den bekanntesten Orten und vermittelt schnell ein Gefühl dafür, warum die Elsässische Weinstraße so beliebt ist. Colmar, Riquewihr, Kaysersberg, Ribeauvillé und Eguisheim sind nicht ohne Grund so bekannt.

Wenn du aber schon einmal im Elsass warst oder bewusst etwas ruhiger reisen möchtest, lohnt sich die zweite Route. Orte wie Mittelbergheim, Andlau, Bergheim, Hunawihr oder Rouffach zeigen die Weinstraße von einer weniger lauten Seite.

Am schönsten ist oft eine Mischung aus beidem: ein oder zwei bekannte Highlights und dazwischen kleinere Orte, in denen man einfach durchatmen kann.

Wie viele Tage sollte man für die Elsässische Weinstraße einplanen?

Für einen kurzen Eindruck reichen zwei Tage. Dann solltest du dich aber auf einen Abschnitt konzentrieren, zum Beispiel auf den Bereich rund um Colmar, Kaysersberg, Riquewihr und Ribeauvillé.

Drei Tage sind deutlich entspannter. Damit kannst du zusätzlich Obernai, Barr oder Mittelbergheim im Norden einplanen oder weiter nach Süden Richtung Rouffach und Thann fahren.

Wer die komplette Elsässische Weinstraße von Marlenheim bis Thann erleben möchte, sollte besser mehr Zeit einplanen. Die Strecke selbst ist nicht das Problem – entscheidend sind die vielen Orte, Ausblicke und kleinen Stopps unterwegs.

Wo übernachten an der Elsässischen Weinstraße?

Für einen Roadtrip entlang der Elsässischen Weinstraße ist der Standort wichtig. Wenn du möglichst viele bekannte Orte besuchen möchtest, ist der Raum Colmar besonders praktisch. Von dort erreichst du Kaysersberg, Riquewihr, Ribeauvillé, Eguisheim und weitere Orte in kurzer Zeit.

Für den nördlicheren Abschnitt bieten sich Obernai, Barr oder die Umgebung an. Wer ruhiger wohnen möchte, findet auch in kleineren Orten entlang der Weinstraße passende Unterkünfte.

Für den südlicheren Abschnitt kommen Rouffach, Thann oder Orte zwischen Colmar und dem südlichen Ende der Weinstraße infrage.

Unterkunft an der Weinstraße finden

Beste Reisezeit für einen Roadtrip an der Weinstraße

Die Elsässische Weinstraße ist fast das ganze Jahr über reizvoll. Im Frühling blüht die Landschaft auf, im Sommer wirken die Orte besonders lebendig, und im Herbst prägen Weinberge, Erntezeit und warme Farben die Region.

Sehr beliebt ist auch die Weihnachtszeit, wenn viele Orte entlang der Weinstraße festlich geschmückt sind. Dann steht allerdings weniger der klassische Roadtrip im Vordergrund, sondern eher der Besuch der Weihnachtsmärkte und dekorierten Altstädte.

Für eine entspannte Rundfahrt mit mehreren Orten sind Frühling, Frühsommer und Herbst besonders angenehm. In der Hauptsaison und an Wochenenden kann es in den bekannten Orten sehr voll werden.

Praktische Tipps für deinen Roadtrip

Plane lieber weniger Orte ein und nimm dir dafür mehr Zeit. Die Elsässische Weinstraße lebt nicht nur von bekannten Namen, sondern auch von kleinen Pausen, Blicken in die Weinberge und spontanen Stopps.

In den beliebten Orten lohnt es sich, früh am Tag anzukommen. Gerade Riquewihr, Kaysersberg, Eguisheim und Colmar können sehr gut besucht sein. Wer ruhiger unterwegs sein möchte, kombiniert diese Klassiker mit kleineren Orten wie Mittelbergheim, Hunawihr, Zellenberg oder Rouffach.

Für die Planung ist außerdem wichtig: Die Weinstraße verläuft nicht wie eine schnelle Durchgangsstraße, sondern führt durch Orte, Weinlagen und gewachsene Landschaften. Genau das macht ihren Reiz aus – aber es bedeutet auch, dass man nicht zu knapp planen sollte.

Wusstest du schon?

Die Elsässische Weinstraße endet nicht bei Colmar, Riquewihr oder Kaysersberg. Sie führt weiter bis nach Thann im Süden. Viele Reisende bleiben im bekannten Mittelabschnitt, dabei zeigen gerade die nördlicheren und südlicheren Orte noch einmal andere Seiten des Weinlands.

Wer die Route nicht nur als Liste bekannter Orte versteht, entdeckt unterwegs ein viel vielfältigeres Elsass: mal lebendig und touristisch, mal ruhig und dörflich, mal nah an den Vogesen, mal offen zwischen Weinbergen und Ebene.

Elsässische Weinstraße bewusst erleben

Ein Roadtrip entlang der Elsässischen Weinstraße muss nicht perfekt durchgetaktet sein. Die schönsten Eindrücke entstehen oft dort, wo man etwas langsamer unterwegs ist: in einer Seitengasse, an einem Aussichtspunkt, zwischen Weinbergen oder in einem Ort, den man vorher gar nicht auf dem Plan hatte.

Wenn du zum ersten Mal ins Elsass reist, sind Colmar, Riquewihr, Kaysersberg, Ribeauvillé und Eguisheim ein guter Einstieg. Wenn du tiefer eintauchen möchtest, lohnt sich der Blick auf Orte wie Mittelbergheim, Andlau, Bergheim, Hunawihr, Rouffach oder Thann.

So wird aus der Elsässischen Weinstraße nicht nur eine schöne Route, sondern eine Reise durch eine der charakteristischsten Landschaften des Elsass.


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